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#1: Fellwechsel im Frühling

Zwei mal im Jahr wechseln unsere Freunde auf vier Pfoten Ihr Fellkleid.
Einiges gibt es dabei zu beachten.

Die ersten Sonnenstahlen im Jahr genießt er, indem er faul auf der Terrasse rumliegt und seinem Frauchen beim Staubsaugen zuschaut. Er beobachtet, wie Sie versucht in jede Ecke zu kommen um alles wieder sauber zu bekommen. Der Boden, das Sofa, sogar sein Körbchen wird gesaugt. Ab und an kreuzen sich ihre Blicke. Sie schüttelt mit dem Kopf und murmelt: „wie kann man so viele Haare verlieren“ und er schaut verstohlen zurück und denkt: „wieso muss sie denn in letzter Zeit so oft mit diesem Monstergerät so einen Lärm machen.“

Nachdem Sie den Staubsauger wieder in den Schrank stellt und gerade tief ein und ausatmet, volle Zufriedenheit über den glänzenden Fußboden, die haarfreie Couch und das saubere Hundekörbchen, wird es für Ihn Zeit, seinen Part des Szenario einzuhalten. Das kleine Nickerchen wird unterbrochen, die Lautstärke ist nun auch wieder für die sensiblen Hundeöhrchen akzeptabel, um das Haus zu betreten.

Er stellt sich in die Mitte des Raumes, schaut sich um, als würde er die saubere Wohnung betrachten. Er blickt sie an, zwinkert ihr zu, zumindest behauptet Sie, es so gesehen zu haben und schüttelt seinen kompletten Hundekörper ausgiebig über mindestens 10 Sekunden lang, vom Kopf bis zur Schwanzspitze. Seine Haare fliegen wie in einem Wirbelsturm durch die Sonnenstrahlen, im kompletten Raum verteilt, zu Boden. Er schaut zufrieden, seufzt und geht in sein gereinigtes Körbchen um den Mittagsschlaf fortzuführen.

Wer kennt dieses oder ein ähnliches Szenario?
Richtig, wir sprechen über den Fellwechsel bei unseren Fellnasen.

Wann beginnt der Fellwechsel?

Sobald die Temperaturen wärmer oder kälter werden und sich die Tageslichtdauer verändert, beginnen unsere Hunde mit dem Fellwechsel. Ein normaler Wechsel des Haarkleides dauert beim Hund ca. sechs bis acht Wochen und findet zwei Mal im Jahr statt.
Im Frühjahr haaren unsere Hunde aber am stärksten, da sie jetzt das dichte Winterfell abstoßen.
Wie viel euer Hund haart, hängt zusätzlich noch von der Rasse, den Hormonen, dem Gesundheitszustand,
der Nahrung und dem Alter ab. Hunde mit einer starken Unterwolle haaren im Frühjahr sehr stark, da Sie nach dem Winter ihre komplette Unterwolle abwerfen. Kastrierte Tiere haaren häufig mehr als unkastrierte und ältere Hunde mehr als junge. Wenn der Hund Probleme mit Organen hat,
haart er auch mehr als gesunde Hunde. Einige Hunde reagieren auch auf Stress-Situationen mit einem erhöhten Haarausfall.

Gibt es Hunde, die nicht haaren?

Es gibt auch einige Rassen, die fast gar nicht Haaren und gerade für Allergiker besonders geeignet sind. Diese Hunde müssen meistens irgendwann geschoren werden, da die Haare trotzdem weiter wachsen.

Top 5 Allergiker Hunde:

  • Der portugiesische Wasserhund
  • Der Schnauzer
  • Der Pudel
  • Der Labradoodle
  • Der Havaneser

Wie können wir unseren Hunden beim Fellwechsel helfen?

1) Bürsten, Kämmen, Zupfen etc.

Durch regelmäßiges „Bürsten“ unterstützen wir unsere Hunde im Fellwechsel. Die Haut wird besser durchblutet und die schon ausgefallen Haaren werden direkt entfernt.
Es gibt bei Hunden verschiedene Fellarten, das bedeutet, jede Fellart benötigt auch eine andere Pflege.

Haartypen Hund
- Langhaarig
- Drahthaarig
- Seidig
- Lockig
- Glatt

Im Fachgeschäft finden Sie zu jeder Fellart die richtige Bürste oder den besten Kamm.
Hier wurden die verschiedensten Bürsten getestet und bewertet:

https://haustiertests.de/blog/die-richtige-hundeburste-fur-euren-hund/

Ihr solltet eure Hunde mindestens einmal die Woche bürsten, um auch den Schmutz aus dem Fell zu bekommen, welchen sich unser Fellnasen beim Gassi gehen oder Toben mit anderen Hunden ins Fell holen. Im Fellwechsel empfiehlt es sich, den Hund zwei bis dreimal pro Woche zu bürsten. Besonders bei Hunden mit Unterwolle ist das nötig. Die meisten Hunde finden die extra Streicheleinheiten in der haarigen Zeit auch wirklich klasse.

Wenn ihr euren Hund regelmäßig kämmt oder bürstet hat das noch einen wichtigen Vorteil. Ihr merkt direkt wenn euer Vierbeiner Hautprobleme, Ekzeme, Zecken oder Flöhe hat und könnt im Falle dessen schnell helfen und reagieren.

 2) Fellpflege durch die Nahrung

Ihr könnt eure Hunde auch über die Nahrung beim Fellwechsel unterstützen. Ihr fördert den Hautstoffwechsel eurer Hunde, indem ihr eiweißhaltige Nahrung füttert. Das Eiweiß wird benötigt um Keratin und damit Haare zu produzieren. Hunde mit einem spröden oder stumpfen Fell haben häufig einen Mangel an hochwertigem Eiweiß.

Wenn wir unsere Hunde durchs Barfen eh schon eiweißhaltig füttern, können wir den Fellwechsel durch einige Zusätze weiter unterstützen.

  • Leinöl und Lachsöl unterstützen durch die enthaltenen ungesättigten Fettsäuren ein gesundes und glänzendes Fell. Leinöl schützt zudem noch die Schleimhäute im Magen-Darmtrakt. Beim Barfen setzten wir diese Öle eh schon zu, aber im Fellwechsel kann die Menge gerne etwas erhöht werden.
  • Biotin finden wir in Leber, Niere, Eigelb, Bierhefe, Milch und Haferflocken. Es stärkt das Haar und lindert den Juckreiz beim Fellwechsel. Es stärt sogar die Krallen. Biotin gibt es auch als „Nahrungsergänzung“ im Fachhandel oder in der Apotheke zu kaufen.
  • Zink finden wir unteranderem in Leber, Eigelb und Milch. Ein Mangel an Zink begünstigt Schuppenbildung, Juckreiz und schwächt unter Umständen sogar das Immunsystem. Zink gibt es im Fachhandel auch als Pulver zu kaufen, welches einfach über das Futter gestreut werden kann.
  • Vitamin B2 finden wir in Leber, Niere, grünem Blattgemüse, Eier, Fisch und Joghurt und hilft bei vermehrtem Haarverlust und schuppiger Haut. Auch fettiges Haar kann damit unterstütz werden.

Wenn wir unseren Hunden in ihrer haarigen Zeit ein wenig helfen, dann geht der Fellwechsel meistens ohne große Probleme für Hund und Herrchen von Statten. Der Staubsauger läuft in diesem Zeitraum zwar auf Hochtouren und die Nerven leiden auch etwas darunter aber für unsere Fellnasen tun wir es ja gerne.

Hier nochmal kurz die wichtigsten Fakten zusammengefasst:

  • Der Fellwechsel ist abhängig von Licht, Temperatur, Alter, Rasse, Gesundheit, Hormonen, Stress und der Ernährung
  • Hunde wechseln ihr Fell im Frühjahr und im Herbst
  • Durch regelmäßiges „Bürsten“ unterstützen wir unsere Hunde im Fellwechsel
  • Es bedarf der richtigen Fellpfleg abhängig vom Felltyp
  • Eiweißreiche Nahrung ist wichtig für ein gesundes Fell
  • Zusätze wie Biotin, Zink, Öl und Vitamin B2 unterstützen den Fellwechsel

In diesem Sinne wünschen wir all unseren haarigen Kunden einen entspannten Frühjahrsfellwechsel und deren menschlichen Angestellten: „Auf die Haare, fertig, looos!!!“

* inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten